Hans Kaempfer

Hans Kaempfer (1896-1974)
Schrftsteller & Übersetzer


Mein Großvater Hans (um 1960)  & Eintrag in Kürschners Deutschen Literatur-Kalender, 54. Jahrgang (1963, S. 308)

Veröffentlichungen als Autor:

  • Werlhof – Schauspiel 1927
  • Kamerad Larsen – Schauspiel, Chronos-Verl. Stuttgart 1932, 109 S. (1)
  • Afrikanische Heerfahrt – Hörspiel 1933
  • Die echte Rosita – Lustspiel, Fischer 1935
  • Der Gutsherr von Blachta – Erzählung – Fischer, Berlin 1936 (2)
  • Daniele Dorer (Rowohlt, Berlin – 1. Aufl. 1941 / 2. Aufl. 1942)
  • Die Brücke bei Silverdale – Roman – Universitas-Verlag, Berlin 1948.

Für seinen Roman Daniele Dorer bekam Hans Kaempfer „Schreibverbot“ wegen „Pazifismus“ (um 1942/43). – Bei dieser Recherche habe ich erfahren, dass der Roman unter dem Titel Daniela Nővér („Schwester Daniela“) auch ins Ungarische übertragen wurde (von Elemér Ruszkabányai, Budapest 1942).

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Veröffentlichungen als Übersetzer

Zum Teil aus finanziellen Gründen hat Hans Kaempfer viele Bücher aus dem Englischen (Amerikanischen) übersetzt (siehe auch oben: Literatur-Kalender)

  • Forbath, Ladislaus – Die neue Mongolei. Nach Joseph Geletas Tagebuch. Schützen-Verlag, Berlin 1936
  • Du Maurier, George – Peter Ibbetson, 2 Aufl.  1936 / 1948
  • Stuart, Francis – Der Jüngste von Rosaril. Roman. Schützen 1937
  • Bromfield, Louis – Der grosse Regen, 1939 (Erstübersetzung)
  • Griswold, Francis – Ein Leben in Carolina. (2 Bde.), Dtsch. Buch-Gemeinschaft, 1951
  • Stone, Irving –Fremd im eigenen Haus. Biographischer Roman. Büchergilde Gutenberg, 1953
  • Stone, Irving Michelangelo : Ein Leben in Grösse und Leid. Biographischer Roman. Universitas Verlag, Berlin 1961.
  • Stander, Siegfried – Treck der Siebenhundert. Afrikanischer Roman. Universitas Verl., Berlin 1962
  • Savill, Agnes – Alexander der Große. Athenäum Verlag, Frankfurt/Bonn 1963
  • Yerby, Frank Eine Welt zu Füßen. Dt. B.-Gemeinschaft, Berlin/Darmstadt/Wien 1965

Als Taschenbücher sind nach seinem Tod erschienen:

  • Irving Stone, Michelangelo: Inferno u. Ekstase, RoRoRo 1984
  • Frank Yerby, Eine Welt zu Füßen, Heyne 1990

Korrespondenz im Netz

  • Theatermuseum der Landeshauptstadt Düsseldorf, Dumont-Lindemann-Archiv ; Nachlaß Schauspielhaus Düsseldorf ; Signatur: SHD-2197
    Brief von Schauspielhaus Düsseldorf an Hans Kaempfer
    Schauspielhaus Düsseldorf (1904-1933) [Verfasser], Kaempfer, Hans (1896-) [Adressat] – Düsseldorf, 06.04.1927. – 1 Briefdurchschlag

  •  Signatur: GH Br NL (ehem. AdK) B 1654
    Brief von Hans Kaempfer an Ludwig Jauner (3)
    Braunschweig, 07.04.1933 (3). – 1 Postkarte, 1 Bl.. – Deutsch ; Brief, Postkarte ; Handschrift

  • Deutsches Literaturarchiv Marbach, Archiv ; A:Zuckmayer – [Bestand, Nachlaß]
    Brief(e) an Kaempfer, Hans
    Zuckmayer, Carl (1896-1977) [Verfasser], Kaempfer, Hans (1896-1974) [Adressat]
    1951. – 1 Bl. Durchschl.

Anmerkungen

(1) Dieses Stück wurde am Sonntag Nachmittag, den 26. Nov. 1933, von 15 bis 17 Uhr im Stadttheater Aachen aufgeführt, im „Limburgsch dagblad“, 17. 11. 1933, und in „Die Musik“:

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(2) Der Gutsherr von Blachta erschien 1936 (anscheinend als Vorabdruck und Fortsetzungsgeschichte) in der Zeitschrift Koralle [siehe auch hier]:

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(3) Quellen zufolge war Ludwig Jauner Archivar und Sekretär von Gerhard Hauptmann in dessen Haus Wiesenstein, Agnetendorf (heute Jagniątków, Niederschlesien) – Hans Kaempfer lebte demnach 1933 noch mit seiner Frau Lisa, geb. Rupp, und seinen drei Kindern Wolfgang, Renate und Edith im großen Braunschweiger Haus der Eltern (Spielmannstraße), nachdem er Geschäftsführer eines Marmorbruchs in Weißenburg/Bayern gewesen war und (anscheinend 1927, s.u.) Konkurs anmelden musste. 1934 ging die Familie nach Berlin, wo sie eine Wohnung im Bayrischen Viertel (Luitpoldstraße) bezog und Hans als kleiner Beamter im Schöneberger Rathaus „überwinterte“ (Zuständigkeitsbereich: Hundesteuer!). In einer (wahren) Episode seines unveröffentlichten Romans Die Moabiterin schildert er sein Entsetzen über den Abtransport der jüdischen Mitbewohner des Mietshauses im Oktober 1942, darunter die Familie Aron des ehemaligen Korrepetitors der Deutschen Staatsoper mit seiner Frau und seiner zwölfjährigen Tochter, die mit ihren Koffern in Lastwagen verfrachtet und in die Todeslager deportiert wurden [frz. Übersetzung].

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