Über die Träume

Stefan Kaempfer
Über die Träume
(ein Fragment, Berlin 2009)

 Vorbemerkung

Traumdeutung ist nicht der passende Begriff, um den Versuch zu beschreiben, sich mit den Aussagen oder „Botschaften“ der Träume auseinanderzusetzen und so eine eventuell heilende Wirkung zu erzielen; es sollte zuerst empfohlen werden, ein Traumtagebuch zu führen, wobei folgendes zu berücksichtigen wäre:

  1. Der Traum sollte möglichst bald nach dem Erwachen so aufgeschrieben werden, wie er sich sprachlich darbietet; dabei sind u. a. Eigennamen eine ganz besondere Bedeutung zuzumessen.

  2. Nach dem möglichst präzisen und sachlichen („beschreibenden“) Traumbericht sollten in einem eigenen Abschnitt „Einfälle“ („freie Assoziationen“, in Freud, Die Traumdeutung, 1900) und „Material“ aus dem wachen Leben und der persönlichen Geschichte des Träumers notiert werden, die der Beschäftigung mit dem aufgezeichneten („festgeschriebenen“) Traum entspringen, wie und in welcher Reihenfolge sie sich auch präsentieren mögen.

  3. Eine Auslegung oder „Deutung“ sollte in dieser Phase nicht oder höchstens ansatzweise versucht werden: In der Tat können nur Traumserien aus der Distanz her grundlegend analysiert werden; hinzu kommt, dass Interpretationen ad hoc eher einengen als „öffnen“, und gerade die Öffnung der Traumsphäre auf Möglichkeiten – auf die „Virtualität“ – der Existenz ist interessant und sollte nicht durch voreilige „Schlussfolgerungen“ („conclusions“) und so genannten Realismus wieder verbaut werden.

 

1. – Neurobiologische Befunde

Der Traum, wie wir ihn hier verstehen und beschreiben wollen, tritt im physiologisch eingehend beschriebenen Zustand des Schlafes auf. Es handelt sich dabei um einen reversiblen Prozess, der in Perioden abläuft, auf die im zirkadianen Rhythmus regelmäßig ein Erwachen erfolgt. Seit der Entdeckung des so genannten REM-Schlafes1 (Aserinsky & Kleitman 1953) und seinem wahrscheinlichen Bezug zum Phänomen des Traumes (Kleitman & Dement 1957) ist bekannt, dass im Schlaf verschiedenen „Stadien“ oder besser Phasen durchlaufen werden. Die von Rechtschaffen & Kales (1968) erstellte Schlafskala ist heute mit gewissen Vorbehalten weitgehend akzeptiert. Diese Autoren unterscheiden sog. Leichtschlaf (LS, I & II) von Tiefschlaf (TS, III & IV) und REM-Schlaf, der seit Jouvet (1959) auch Paradoxer Schlaf (PS) aus zwei wichtigen Gründen genannt wird: Zum einen ist der Zustand des Gehirns im PS dem Wachen nahe, zum anderen aber ist der Schlafende im PS schwerer zu wecken als z.B. im TS, teils auf Grund der mit dem PS verbunden posturalen Atonie (PA), teils wegen der im PS erhöhten Wahrnehmungsschwelle (WS+): Der Körper (die Skelettmuskulatur) befindet sich also in einem Zustand der Lähmung, und bestimmte Wahrnehmungselemente gelangen nicht wie im Wachen ins Großhirn (Neocortex, kurz: „Cortex“), bzw. werden von diesem nicht registriert, wobei aber eine vom Stammhirn ausgehende Stimulierung des Cortex (sog. PGO-Wellen2) auf eine dem wachen oder vorwachen Gehirn ähnliche Aktivität schließen lässt (z. B. mit β-, manchmal sogar mit α-Wellen-Ereignissen). Dieser Zustand ist wahrlich paradox, und seine Funktion – bzw. sein entwicklungsgeschichtlicher Vorteil – ist noch nicht hinreichend geklärt. Nun wäre es voreilig von einer solchen PS-Funktion auf die Funktion der Träume schließen zu wollen, da auch noch nicht geklärt ist, ob PS und „Traumschlaf“ als zwei Begriffe oder Aspekte ein– und desselben Phänomens zu verstehen sind. Von der zeitgenössischen Forschung wird allerdings weitgehend angenommen, dass wir im PS im eigentlichen Sinne „träumen“, obgleich bestimmte Befunde auch Träume in anderen Schlafphasen nachweisen (s.u.).

Man nimmt heute im Kreis um den Neurowissenschaftler Pierre Maquet (2003 ssq.) an, dass Traum und PS mit der Verarbeitung von Gedächtniselementen bzw. „Erinnerungen“ zusammenhängen. Gegenüber dieser Theorie der „Memory Consolidation“ (nach R. Stickgold 1998) steht allerdings die von W. Robert (in Freud 1900, I) entworfene und von Crick & Mitchinson (The Nature of Dream Sleep, 1983) neu formulierte Theorie, wonach Träume im Gegenteil das Vergessen von unnützen Informationen3 fördern könnten. Das würde jedenfalls das bemerkenswerte Vergessen der Träume im Prozess des Wachwerdens erklären. Nun kommt jedoch alles auf den Zeitpunkt des Erwachens an: Man stellte fest, dass der Träumer sich nicht so leicht an Träume erinnern kann, wenn er aus einer TS-Phase (III, IV, oder Δ– bzw. Slow Wave Sleep) erwacht; hinzu kommt die beiläufig formulierte Hypothese von Jean-Pierre Changeux (1983), wonach die langsamen, ereignisarmen Δ-Wellen als Rausch– oder Störwellen betrachtet werden könnten4. Andrerseits ist es klar, dass der aus der PS-Phase erwachende Schläfer zumeist einen Traum erinnert, der über ein gewissen Grad an Bizarrerie, Verworrenheit oder Komplexität verfügt, ungleich Träumen, wie sie nach dem Erwachen aus TS-Phasen erzählt werden.

An diesem Punkt ist es unumgänglich, das Phänomen Traum näher zu beschreiben: Von sog. Klarträumen abgesehen kann man sich nur eine Vorstellung von Träumen in Anbetracht der Elemente machen, die nach dem Erwachen in der Erinnerung geblieben sind. Zudem merkt der Erwachende bald, dass die Erinnerung an den Traum sehr instabil ist. Es sind jedoch bestimmte phänomenologische Merkmale der Träume festzustellen, die trotz der wahrscheinlichen Verzerrung durch das erwachende Bewusstsein den Traum selbst auszeichnen dürften:

  1. Traum ist ein sinnlich-halluzinatives, überwiegend visuelles Phänomen.

  2. Traum ist ein emotionsgeladener Prozess.

  3. Traum ist bewegt: Bewegungswahrnehmungen des Träumers sowie die Mobilität der Szenerie und der Traumfiguren sind äußerst häufig; dazu ist zu bemerken, dass diese „virtuellen Bewegungen“ mit realer Lähmung einhergehen, gesetzt die PS-Phase ist synonym von „Traumschlaf“.

  4. Der Träumer nimmt sich selbst wahr, teils beobachtend, teils „handelnd“.

  5. Es kommen im Traum häufig mehr oder minder bekannte Personen, Figuren vor, und das im Rahmen von bestimmten, mehr oder weniger „merkwürdigen“ Szenen oder „Situationen“.

  6. Die oft festgestellte Bizarrerie der Träume mit seinen „Verschiebungen“, „Verdichtungen“, „Entstellungen“ (Freud 1900) von Elementen des wachen Lebens gehört zu den Hauptmerkmalen des Traums. Es ist so, dass Material aus der unmittelbaren oder rezenten Wahrnehmung, Reflexion und wachen Erfahrung, oder länger zurückliegende Gedächtniselemente im Traum ineinander spielen und hier die sog. „Einbildungskraft“ (Kant 1781/7, deutsch für imaginatio, imagination) am Werke ist, vielleicht um zu „verklären“, zu „verstellen“, vielleicht auch um real unvereinbare Elemente einander näher zu bringen, miteinander zu „vermitteln“ oder gar einander „aufzuheben“ (Hegel 1807), vielleicht sogar im Hinblick auf eine noch unbekannte antizipatorische Funktion der Imagination, die heute in der Neurobiologie diskutiert wird (Pierre Maquet, Elisabeth Pacherie, Giacomo Rizzolatti).

Diese und andere Punkte machen es möglich, eine phänomenologische Beschreibung des Traumes zu versuchen, mit dem allerdings nur idealen Ziel dieses Phänomen so betrachten zu können, wie es dem Träumer erscheint. Dabei müssen die mit Computer-Tomographie (CT) gewonnenen Erkenntnisse über die Hirnaktivierungen während der (Wach– und) Schlafphasen mit einer phänomenologischen Beschreibung der Traumvorgänge konfrontiert oder verglichen werden, um die Prozesse analysieren zu können, die während des „Traumschlafes“ ablaufen. – Das bemerkt schon Maquet (…), der im Idealfall Traumberichte mit parallel ablaufenden, quantifizierbaren Hirnprozessen vergleichen möchte. Dabei gibt es zwei Schwierigkeiten:

  • Einmal kann der Traumbericht nicht simultan mit den auf dem Monitor beobachtbaren Hirnprozessen und Aktivierungen bzw. Deaktivierungen bestimmter Hirnareale gegeben werden: es muss ein Erwachen stattfinden und nur ein aposteriorischer, möglicherweise lückenhafter Bericht kann dann erfolgen.

  • Zum anderen – und das ist hier die größte Aporie – sind die zur wissenschaftlichen Auswertung der Traumberichte gebrauchten Wörter, Begriffe, Kategorien eher Notbehelfe als phänomenologisch kohärente „Werkzeuge“. Man nehme z. B. Kategorien wie Emotion, Angst, Albtraum, die so vage gehalten werden, dass darunter alle möglichen Phänomene verstanden werden können. – Husserl (in Logische Untersuchungen, 1900/1) bemerkt anlässlich seiner Kritik der Experimentalwissenschaften, dass solcherlei Begriffe oder Kategorien ungeprüft in Versuche eingehen und nach deren Ablauf weiter verwendet werden, ohne vom Experiment selbst berührt oder modifiziert geworden zu sein, obwohl es doch auch darum geht, unsere Kenntnisse über ein bestimmtes Phänomen und also auch unsere Begrifflichkeit zu erweitern oder zu verfeinern und gegebenenfalls zu modifizieren.

Nun ist das Vorkommen von sog. Alb– oder Angstträumen ein hinreichender Beweis dafür, das Affekte – „Emotionen“ – in Trauminhalte hineinfließen und unseren Träumen ein bestimmtes Kolorit geben können; ein anderes Beispiel sind Glücks– bzw. Lustträume: Zwar kann man hier auch von Affekten sprechen, dann muss dieser Begriff aber so weit gesteckt werden, dass er als Indiz des von Freud so genannten Trieblebens ausgelegt werden kann. Darüber hinaus sind bei uns Menschen – wie bei vielen anderen Tieren – Triebe oder sog. instinktive Verhaltensmuster immer mit sozialem Habitus (Norbert Elias, Pierre Bourdieu) gekoppelt oder vermittelt, denn bestimmte dieser Triebe – „Reproduktion“ (Fortpflanzung) und „Brutpflegeinstinkt“ z.B. – haben auch einen kollektiven Sinn, wie es Freud anlässlich seiner Triebanalyse schon bemerkte. Nun ist nachgewiesen, dass die PS-Phasen nur bei sog. „Warmblütern“ oder besser Endothermen vorkommen, die wiederum einen ausgeprägten Brutpflegeinstinkt haben und oft in Gruppen oder Clans leben. Das würde jedenfalls bestimmte Traumkonstellationen erklären, immer gesetzt dass die PS-Phasen als Traumschlaf ausgelegt werden können.

Man sieht hier, dass die neurobiologische Seite der Probleme einen gewissen Aufschluss über inhaltliche Konstellationen der Träume geben kann; allerdings ist es dabei unbedingt notwendig, eine phänomenologische Klärung der formalen wie auch inhaltlichen Aspekte der Traumerlebnisse vorzunehmen; zum Problem der „Form“ hat nun Freud in seinem „Traumbuch“ Bedeutendes geleistet: Er spricht, wie schon erwähnt, von den in Träumen häufigen „Entstellungen“, wenn man diese mit wachem Wahrnehmen oder Denken vergleicht. Zu den bekannten Verdichtungs– und Verschiebungsvorgängen kommen noch weitere formale Elemente hinzu, wie z.B. das was man als kinematographisch und metaphorisch als „Montage– bzw. Schnitttechnik“ der Träume bezeichnen kann, indem verschiedene, scheinbar unzusammenhängende Traumsequenzen aneinandergereiht werden. Und es ist wiederum Freuds Scharfsinn, die sog. „Mischpersonen“ im Traum mit Galtons photographischer Technik zu vergleichen (Freud 1900), die man heute als „Morphing“ bezeichnen würde. Auffällig ist auch das, was man „Misch-Orte“ nennen könnte. Natürlich ist dabei die zeitweilige Desorientierung des Träumers anzumerken (Hobson 2000), die aber zumeist auf Orientierungsversuche hinausläuft, sodass man annehmen könnte, es handele sich um Verfahren z.B. neue oder unbekannte Orte zu integrieren und mit bekannten zu vergleichen: Es könnte also per absurdum auf eine Orientierungsfunktion der Träume geschlossen werden. Dazu muss gesagt werden, dass die meisten Endothermen migrationsfähig sind und dass dies einen evolutiven Vorteil gegenüber den entwicklungsgeschichtlich früheren Ektothermen („Kaltblütern“) darstellt. In der Tat können sich Endothermen an die verschiedensten Ökosysteme von wüstenartigen bis zu polaren Gegenden anpassen. Diese Tiere, also vor allem Säuger und Vögel, verfügen darüber hinaus über einen ausgeprägten Orientierungssinn und führen oft saisonbedingte Migrationen durch.

Wenn es sich bei der von den meisten Forschern geteilte Meinung, dass PS-Phase und Traumschlaf Äquivalente sind, um eine noch in der Diskussion stehende Hypothese handelt, so muss gesagt werden, dass es noch andere halluzinative Vorgänge im Gehirn gibt, wie z.B. die von A. Maury so genannten „hypnagogischen Halluzinationen“ (Maury 1866), die im Moment des Einschlafens auftreten und möglicherweise bis in die Leichtschlaf-Phasen reichen (LS I und vielleicht II). Aber auch im Tiefschlaf (TS III und IV) sind, wenn auch spärliche, traumähnliche Aktivitäten nachgewiesen, die jedoch nicht den Grad an Bizarrerie, Verworrenheit, Komplexität aufweisen dürften, die in Traumberichten nach dem Erwachen aus einer PS-Phase vorkommen (…). – Um es noch einman zu wiederholen: Im Rahmen dieser Hypothese (PS = Traumschlaf) müsste die „Lähmung“ oder reversible Atonie der Skelettmuskulatur, die die PS-Phase bemerkenswerterweise auszeichnet, mit der „virtuellen“ Motilität in Verbindung gebracht werden, die Träume im engeren Sinne kennzeichnet.

Es ist in diesem Zusammenhang versucht worden, eine inhaltsbezogene Traumskala zu erstellen (Hall & Van Der Castle 1966, und danach deren Schüler Ernest Hartmann, siehe http://www.dreambank.net). Dies scheint nicht abwegig, wenn man bedenkt, dass traumähnliche Zustände auch im Wachen und vor allem in bestimmten „psychopathologischen Affektionen“ (s. u. II) auftreten können. Man kann sagen, dass jeder Traum, der nach einem „natürlichen“ Erwachen erinnert wird, anhand einer solchen Skala bewertet werden kann, unter dem Vorbehalt, dass der sehr oft angemerkte lückenhafte oder fragmentarische Charakter des Traumes mehr mit dem sprichwörtlichen Vergessen der Träume beim Erwachen als mit dem entsprechenden Traumvorgang selbst zu tun haben könnte. Dazu zwei Punkte, die schon genannt wurden:

  1. Es ist gefunden worden, dass Träume aus einer gegen Ende der gesamten, infradianen Schlafperiode längeren PS-Phase besser erinnert werden, als nach einer TS-Phase.

  2. Der TS könnte zum Vergessen beitragen, wenn man den schon erwähnten Gedanken von Jean-Pierre Changeux ernst nimmt, dem zufolge die den TS-Schlaf charakterisierenden Δ-Wellen5 „Störwellen“ sein könnten, also Information auslöschen, verwischen oder unkenntlich machen. Nun könnte es so sein, dass die Informationen des Traumes nicht eigentlich ins wache Leben gehören, bzw. größtenteils nicht dazu „passen“ oder unvorteilhaft sein könnten für ein rasches und vollständiges Erwachen, wie es in der Natur vor allem bei Beutetieren notwendig erscheint (so auch LaBerge 1985).

Dem natürlichen Vergessen der Träume beim Erwachen ist noch nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt worden. Freud sah hier – wahrscheinlich zu Unrecht – einen „Verdrängungsmechanismus“, um seine Theorie der „Zensur“ zu erhärten (Freud 1900ssq.). Es ist natürlich klar, dass bei uns Menschen Träume für das wache Bewusstsein „peinliche“ Inhalte haben können wie es schon die Traumberichte bei Artemidorus (Oneirocritica, 1. Jahrhundert u. Z.) bezeugen, wenn diese Inhalte auch dem hellenistischen Menschen vielleicht nicht so peinlich waren wie einem Mitglied der Wiener Gesellschaft des Fin-de-Siècle, mit der Freud in seiner Praxis Umgang hatte. Sicher ist auch, dass so etwas wie „Zensur“ existiert, nur scheint diese weniger mit dem Traum selbst als mit der wachen Einstellung zu einem solchen „intimen“ Trauminhalt zusammenzuhängen, die sich jedoch auch auf bestimmte wache Gedanken oder Obsessionen erstrecken kann. Nicht zuletzt ist auch klar, dass, wenn Träume wache Gedanken weiterführen, im Trauminhalt auch Zensur zu finden ist, gesetzt diese ist ebenfalls in den entsprechenden wachen Gedanken präsent.

In diesem Kontext sei Folgendes unterstrichen: Die neuere neurologische Forschung hat gefunden, dass so etwas wie ein „Unbewusstes“ auch bei der wachen Wahrnehmung im Spiel ist, und damit im Grunde Freuds wichtigste Annahme bestätigt, da bestimmte Hirnprozesse einfach zu schnell ablaufen, um vom Bewusstsein registriert, analysiert und verarbeitet zu werden (z.B. Baars 1988); wenn man also nach einer Funktion des Träumens (nicht unbedingt der PS-Phase allein) sucht, so liegt nahe, dass hier eine Verarbeitung von unbewussten Wahrnehmungen aus dem wachen Leben stattfinden könnte, die vielleicht mit Gedächtnisspuren konfrontiert werden; dafür sprächen zwei Punkte:

  1. Träume haben immer mit dem wachen Leben zu tun; Freud spricht hier von rezentem Material und „Tagesresten“.

  2. Träume haben immer mit der persönlichen Geschichte oder „Vergangenheit“ des oder der Träumenden zu tun; man könnte hier von „Erinnerungen“ sprechen, die im Traum anhand der Tageseindrücke aktiviert oder reaktiviert werden.

Hinzu kommen nun zwei andere Punkte:

  1. Träume haben immer mit dem zu tun, was man die „persönliche Zukunft“, bzw. „Intentionalität“ (Franz Brentano, E. Husserl) nennen könnte, also eine antizipatorische bzw. „vorgreifende“ oder „erwartende“ Vorstellung dessen, was der Träumer in nächster Zeit erleben könnte.

Auch muss man in diesem Zusammenhang Folgendes hinzufügen:

  1. Träume integrieren bestimmte, synchron zum Traum ablaufende Ereignisse, wie das Klingeln eines Weckers oder z.B. eine laute Radiosendung (wie bei S. Kaempfer, Traumjournal, 2001, unveröffentlicht)

Nun fallen aber diese Punkte in Einem Traum zusammen:

  1. Vergangenheit“, i. e. Erinnerung (bzw. „Langzeitgedächtnis“, nach E. Tulving)

  2. Gegenwart“, bzw. rezentes Material

  3. Zukunft, bzw. „Erwartung“ oder „Intentionalität“ (in einem leicht modifizierten Sinn, s.u.)

Das würde die auch von Freud geteilte Annahme bestätigen, dass Träume „zeitlos“ sind, also die drei herkömmlichen „Ektasen“ der Zeit im Traum nicht unterschieden werden. – Nun haben neueste CT-Analysen (Maquet 2003ssq.) ergeben, dass der frontale Bereich der Großhirnrinde während der PS-Phase weitgehend deaktiviert ist; dieser Befund sollte allerdings, wie P. Maquet selbst bemerkt, behutsam interpretiert werden, denn diese tomographischen Daten sind individuell sehr verschieden; man könnte z.B. annehmen, dass im sehr erstaunlichen Fall der „Klarträume“ (rêves lucides, Hervey de Saint-Denys 1867; F. van Eeden 1913; lucid dreams, Stephen LaBerge 1985 …) bestimmte Frontalregionen im Gegenteil aktiviert werden, also auch zeitliche Bestimmungen erkannt werden, wie es in „bewussten“ Träumen der Fall sein kann (s.u.).

Diese bemerkenswerte Deaktivierung bestimmter Frontalregionen während der PS-Phase (Einzelheiten bei Maquet und Kollegen) wäre auch, so die Hirnforscher, für die viel erwähnte, aber oft nicht näher beschriebene „Bizarrerie“ (bizarrness, J.A. Hobson 2000) der Träume, und ebenfalls für die relative Ausschaltung der „kritischen“ (oder analytischen) Fähigkeiten im Traumerlebnis verantwortlich, die wiederum in Klarträumen nachweisbar sind.

Nun sollten diese „neurologischen“ Erkenntnisse nicht überbewertet werden: Sie können auf keinen Fall allein zum vollen Verständnis der beim Menschen und bei vielen Tieren – wie gesagt: v. a. Säugern und Vögeln – nachweisbaren Traumfunktion führen, über die es zwar verschiedene, noch zu erörternde Theorien oder Hypothesen gibt, von denen aber keine beim jetzigen Stand der Forschung als hinreichend erwiesen gilt. Auf jeden Fall muss eine solche Traumtheorie sowohl neurologische als auch psychologische bzw. phänomenologische Aspekte, die z.B. aus Traumberichten erarbeitet werden können, integrieren. Es ist dies ein neues interdisziplinarisches Feld, dass auch andere Phänomene wie „Bewusstsein“, „Imagination“, „Wahrnehmung“, „Erinnerung“ behandeln müsste. – Die von Husserl (1900-1911) entwickelte („immanente“) Phänomenologie könnte Ansatzpunkte für ein solches „neurophänomenologisches“ Feld liefern, vor allem eine gewisse Präzision der Terminologie, die sich allerdings ebenfalls im „psycho-analytischen“ Ansatz von Freud (1900ssq.) findet. Auch die von Husserl und Freud getrennt entwickelte, aber dem Werk Franz Brentanos verpflichtete Theorie der Vorstellungskraft ist in diesem Rahmen interessant, wobei die von diesen beiden Denkern verwendete Begrifflichkeit oft sehr ähnlich und homogen ist. Nicht zuletzt könnte auch das berühmte „Schematismus-Kapitel“ von Kant (A1781, B1787, siehe auch den Kommentar von Heidegger 1929) in diesem Zusammenhang eine ungeahnte Dimension erlangen.

2.  – Psychiatrische Befunde
(Die Heilkraft der Traume)

Der klinische Umgang mit Menschen, die unter bestimmten mentalen „Ausnahmezuständen“ leiden, kann lehren, dass das was man psychè, noùs, mens, anima, Seele oder Geist genannt hat, keineswegs mit dem sog. „Normalzustand“ des wachen Gehirns erschöpft ist. Die Dichter und Denker der Europäischen Aufklärung nannten den sog. „Irren“ („Verrückten“, „Geistesgestörten“) einen „Träumer im Wachen“. Das ist nicht ganz falsch, wenn man bedenkt, dass auch der Traum ein wenngleich reversibler „Ausnahmezustand“ oder zumindest ein merkwürdiger, mitunter „befremdender“ Zustand des Gehirns ist, den man sich bei wachem Bewusstsein nicht recht erklären kann, zumal seine neurobiologische „Funktion“ noch weitgehend ungeklärt ist, auch wenn man annehmen darf, dass die heutigen Traumforscher der Sache auf der Spur sind.

Die Analogie zwischen mentaler Störung und Traum ist nichtsdestoweniger patent, wie es auch noch Freud bemerkt: „Der Traum ist eine Psychose“ (1900). – Ohne es wörtlich auszusprechen, musste der praktische Arzt Freud ebenfalls an eine Art Heilkraft der Träume geglaubt haben: Aus der Arbeit an seinen eigenen Träumen (1895-1900) entwickelte dieser praxisorientierte Neurologe seine Methode der Psychoanalyse (1900-1939), die er aus bestimmten Gründen der hypnotischen Suggestion (siehe Breuer & Freud 1895) vorzog, die er bei dem Meister Charcot in der Pariser Salpêtrière und im Umfeld der Schule von Nancy (Liébault, Bernheim) kennen gelernt und praktiziert hatte. – Wenn nun, wie Freud sagt, der Traum der „Königliche Weg ins Unbewusste“ (Ubw) sein soll, so bleibt klarzustellen, was das Ubw ist, denn darüber konnte oder wollte Freud selbst, ähnlich wie Kant über das „Ding an sich“, nichts aussagen: er konnte es nur an den Erscheinungen erkennen, die sich im Traum, bzw. in „Wünschen“, oder in psychischen Erkrankungen, wie auch in sog. „Fehlleistungen“ manifestiert, mit denen er als praktischer Arzt und Psychoanalytiker zu tun hatte.

Als Arbeitshypothese sei hier die „Heilkraft der Träume“ angenommen, und auf die Freudsche These des Traumes als „Wunscherfüllung“ sei auch nicht verzichtet, wenngleich diese These nicht mit der Ausschließlichkeit, die ihr Freud zumaß, aufrecht erhalten werden kann. Auch scheint die „Zensur“, wie schon bemerkt, als Motor der Traumarbeit eine unhaltbare Annahme zu sein. Ebenso müsste die ganze Theorie der Verdrängung als Metapher verstanden werden: Wenn man diese wissenschaftlich studieren soll, kommt man nicht umhin, die Mechanismen des „Merkens“ („Behaltens“) und „Vergessens“ zu studieren, also das Gedächtnis per se; dass hier pathologische Vorgänge stattfinden können, ist allerdings einleuchtend. – Die Arbeit E. Hartmanns über die Einflüsse von Traumata auf Trauminhalte, die ganze Problematik des sog. Alb– oder Angsttraums sollte hier berücksichtigt werden. Nicht ganz unberechtigt entwarf Freud die Theorie des „Todestriebes“ (z.B. in Zukunft einer Illusion, 1923) im Umgang mit sog. „Kriegsneurosen“ nach dem Trauma des Ersten Weltkrieges. Es ist auch bekannt, dass Freuds Wunscherfüllungsthese am Phänomen des Albtraums scheitert. Allerdings sind seine Überlegungen zum Wiederholungszwang (in Erinnern, Wiederholen, Durcharbeiten…) in diesem Fall angebracht: der posttraumatische Angsttraum (oft in Verbindung mit Post-Traumatic Stress Disorder, PTSD, siehe Hartmann auf dreambank.net) wieder-holt, mit dem Affekt der Angst, das traumatische Ereignis oder Erlebnis auf mehr oder minder verschlüsselte Weise; Beobachtungen von Hartmann und Kol. haben gezeigt, dass hier eine wahrhaftige „Traumarbeit“ stattfindet; im günstigen Falle modifiziert der „Wiederholungs-Traum“ das Erlebnis dergestalt, dass die Angst abgebaut werden kann; im ungünstigen Fall kann man beobachten, dass sich Albträume oft in gleicher Gestalt wiederholen, denselben Angsteffekt produzierend (bzw. einem im Schlaf auftretenden Angstaffekt dieselbe Traumszenerie vorspielend). Nun kann es aber passieren, dass nach dem Erzählen von repetitiven Angstträumen, diese sich häufig nicht mehr wiederholen, oder sich zumindest verwandeln und diese „Abwechslung“ vom Betroffenen als positiv empfunden wird, wenn auch Angstaffekte im „neuen“ Traum auftreten mögen.

Wichtig sind in diesem Kontext folgende Punkte:

  1. Träume haben die Tendenz, sich zu „erneuern“.

  2. Träume haben zugleich die Tendenz, bestimmte Ereignisse und Erlebnisse des wachen Lebens zu „wieder-holen“.

  3. Träume verwandeln Elemente des wachen Erlebens in „Traumelemente“, und zwar nach bestimmten formalen Gesetzen, die es zu erforschen gilt und für deren Studium Freud bedeutende Vorarbeit geleistet hat.

Nun ist der „Wiederholungstraum“ (WT) mit dem „kreativen Traum“ zu vergleichen, der dem Träumer teilweise nie gesehene Elemente und Szenerien vorführt. Eine einfache Lösung scheint diese: Der WT ist der Vergangenheit verhaftet, während der kreative, erneuernde Traum in die „Zukunft“ blickt, ein Auge auf das Erhoffte („Gewünschte“), das andere auf das Gefürchtete. Freuds Wunscherfüllungstheorie ist deshalb falsch, weil sie das Gefürchtete im Traum wegerklären muss. Das heißt aber noch lange nicht, dass der Traum keine Wünsche als erfüllt vorstelle, er stellt nur auch enttäuschte Wünsche, bzw. Enttäuschungen überhaupt dar, wie es Husserl in seinen Analysen der „intentionalen Erlebnisse“ (1900/1) gezeigt hat. Der Enttäuschungsfaktor des träumerischen Strebens ist auf jeden Fall patent: es gibt im Traum Elemente, „Widerstände“ (obstacles), die einer virtuellen Allmächtigkeit des Träumers buchstäblich im Wege stehen, die es zu bezwingen gilt und die im Albdruck überhand nehmen. Diese Zwiespältigkeit des Traumes ist mit der Gespaltenheit des Träumers in ein beobachtendes, in gewisser Weise reflektierendes und ein aktives, handelndes Subjekt, das zu einer Traumfigur unter anderen werden kann, in Verbindung zu bringen. Das eine weiß in gewisser Weise nichts vom anderen oder besser: ein Teil des Gehirns produziert den Traum, während ein anderer ihn als „fremd“, „neu“, „überraschend“, „schön“ oder„ängstigend“ wahrnimmt.

Es wäre hier die Stelle, den schon erwähnten „Klartraum“ (lucid dream, rêve lucide) etwas näher zu erörtern: das sich als träumend erlebende Subjekt kann seinen Traum in gewissen Grenzen steuern, „dirigieren“ (L’art de diriger ses rêves, Marquis Hervey de Saint-Denys, Paris 1867) oder „kontrollieren“. Traumproduzierendes und traumerlebendes Subjekt sind also in diesem extremen Fall kongruent: der Traum ist dann auf jeden Fall eine Wunscherfüllung, es sei denn, das Masochistische überwiegt, wie Freud schließen würde, der so den Alb seiner Patienten deutete, wenn er sie nicht verdächtigte, den geheimen „Wunsch“ zu hegen, ein Gegenbeispiel zu seiner These liefern zu wollen (Freud 1900). Dies ist der etwas kindliche, aber durchaus sympathische Zug an Freuds Überlegungen, der ihm mit seiner entschuldbaren Unkenntnis der neuronalen Prozesse gar zu oft vorgeworfen wird: dass damit seine wertvollen phänomenologisch-psychoanalytischen Beobachtungen nicht geschwächt werden können, dürfte jedem klar sein.6

Wir werden im Folgenden bestimmte schwere psychische, bzw. psychosomatische Erkrankungen mit Traumerlebnissen vergleichen. Dabei sind die sog. manischen oder hypomanischen Episoden in den. „bipolaren“ Krankheiten (früher: „manisch-depressives Irresein“), die von Bleuler (1857–1939) so genannte „Schizophrenie“ und die „Paranoia“ (dementia praecox) von Kraepelin (1856-1926) höchst interessant. Man kann grob zusammenfassend sagen, dass diese Krankheiten mit „Wahnvorstellungen“ zusammenhängen, die oft mit Halluzinationen und „Interpretations-Delirium“ (délire d’interprétation) einhergehen. Beides ist auch im Traum nachweisbar, wo Halluzinationen und eine reflexive Aktivität – z.B. Interpretationsversuche der Halluzinate – des Träumers von größter Wichtigkeit sind. Es scheint so, dass für das Gehirn solcherlei „Kompensationen“ – bzw. „Dekompensationen“ – notwendig sind, aber im wachen Zustand höchst unvorteilhaft für den Betroffenen werden können, da sie zumeist mit „Realitätsverlust“ einhergehen

Nota. — Hier bricht der Text von 2009 ab. Nach dem geplanten Vergleich von Kranken- und Traumbildern sollte ein dritter Teil dieser Skizze „Traumprotokolle“ (z.B. Perec, Bächler, Kipphardt) und dichterische Traumdarstellungen (z.B. Nerval, Kafka) erörtern. Dabei steht nicht mehr „Funktion“ oder „Heilkraft“ sondern Sinn und Bedeutung der Träume im Vordergrund.

[In Arbeit]

Anmerkungen

1 REM für Rapid Eye Movement: die raschen Augenbewegungen sind das erste Merkmal, dass den Forschern bei der Entdeckung dieser besonderen Schlafphase aufgefallen ist.

2 PGO für Ponto-Geniculo-Okzipital, nach Jouvet (Le sommeil et les rêves, 1991)

3 Unlearning or Reverse Learning: „ We dream in order to forget” (Crick & Mitchinson, Nature, 1983)

4Ondes de brouillage“, in L’Homme Neuronal, Paris 1983

5 D.h. lange Wellen ohne viele „Ereignisse“ (events)

6 Heutige „Verteidiger“ von Freud, wie Mark Solms (2000) – oder von Husserl, wie Daniel C. Dennett mit seiner „Heterophänomenologie“ (1991) – beweisen, wenn dies überhaupt nötig ist, dass man diese Gedanken weiterdenken kann.

Siehe auch meine Ausführungen in französischer Sprache (2008/2010):
Pour une phénoménologie des rêves

Allgemeine Bibliographie

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R. Cartwright (w./ Lynn Lamberg 1992): Crisis Dreaming: Using your Dreams to Solve your Problems. New York, Harper Collins.
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